
So lange der Vorrat reicht, sind Gläser des Gottesackerhonigs bei der Hauptverwaltung gegen eine Mindestspende von 8 Euro pro Glas erhältlich. Mit dem Erlös möchte der Freundeskreis herrenlose Grabstellen auf unserem Johannisfriedhof bepflanzen.
Wir präsentieren den ersten Dresdner Friedhofshonig:
„Gottesackerhonig vom Johannisfriedhof“!
Unser Johannisfriedhof ist nicht „nur“ ein Bestattungsort, sondern auch ein wertvoller Rückzugsraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten mitten in der Stadt. Zwischen historischen Grabstätten, alten Bäumen und naturnah gestalteten Flächen finden unter anderem Rotkehlchen, Zilpzalp, Grasmücken, Spechte, Eichelhäher und Eulen einen geschützten Lebensraum.
Ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz ist die Umstellung der Mahd von intensiv auf extensiv. Auf der fast 2.500 m² großen Wiese am Christustor vor unserer beeindruckenden Wallotkapelle blühen seit einigen Jahren verschiedenste Wiesenblumen, darunter Wiesenglockenblumen, wilde Margeriten und viele weitere heimische Pflanzen. So können Wildblumen und Kräuter blühen, Samen ausbilden und wertvolle Lebensräume für Insekten schaffen.
Ergänzt werden diese Maßnahmen durch ein Insektenhotel sowie durch die Aussaat von speziellem Saatgut, die gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der 8. Klassen der 88. Oberschule Dresden-Hosterwitz durchgeführt wurde. Ziel ist es, Insekten mehr Nahrung und Lebensraum anzubieten und die Artenvielfalt auf dem Johannisfriedhof weiter zu fördern.
Auch der Freundeskreis Trinitatis- und Johannisfriedhof Dresden hat es sich zur Aufgabe gemacht, alte, verwaiste Grabstellen mit historisch passenden und insektenfreundlichen Pflanzen zu gestalten. So entstehen Jahr für Jahr neue ökologisch wertvolle Flächen.
Von diesem Engagement profitieren auch die Bienen auf dem Johannisfriedhof. In den vergangenen Jahren wurde der Gottesackerhonig von Imker Albrecht Gähler gewonnen. Nun führt Imker Andreas Kluge diese Arbeit fort und betreut die Bienenvölker, die auf dem Johannisfriedhof unterwegs sind.
Das Etikett des Honigglases gestaltete Ulrich Forchner, Karikaturist aus Leipzig, der bereits die Verpackung verschiedenster Produkte entworfen hat – unter anderem auch die der Bambina-Schokolade. Das Etikett ist frech, witzig und unkonventionell und verbindet den besonderen Charakter des Johannisfriedhofs mit einer Gestaltung, die bewusst nicht gewöhnlich ist.
Der Gottesackerhonig ist in unserer Hauptverwaltung erhältlich – solange der Vorrat reicht. Mit dem Erlös möchte der Freundeskreis weitere herrenlose Grabstellen auf unserem Johannisfriedhof bepflanzen.