Foerderprojekt Tf Hartmann 01

Grabstelle von Hans Hartmann-McLean

Dank der Fördermittel des Stadtbezirksamtes Dresden Altstadt gelang es uns im Jahre 2022 die Grabstelle des Bildhauers Hans Hartmann-McLean, eigentlich Hans Rudolf Hartmann, vor dem totalen Verfall zu bewahren.

Hans Hartmann-McLean wurde am 20. Mai 1862 in Dresden geboren, er war ein deutscher Bildhauer, Medailleur und Hochschullehrer.

Zu seinen Lehrern gehörte der Bildhauer Johannes Schilling, in dessen Atelier Hartmann-McLean von 1881 bis 1885 arbeitete. Von 1885 bis 1887 unternahm er eine Studienreise nach Italien mit einem Reisestipendium der Akademie und blieb einige Zeit in Rom. Im Jahr 1900 wurde Hartmann-McLean Dozent an der Kunstakademie und später Professor. Ebenfalls im Jahr 1900 erfolgte die Ernennung zum Ehrenmitglied der Dresdner Kunstakademie.

Eine Vielzahl seiner Werke sind heute an Dresdner Bauten zu finden, ebenfalls schuf er Grabmale auf dem Johannisfriedhof.

Hans Hartmann-McLean verstarb im Alter von 84 Jahren am 28. Dezember 1946 in Dresden. Seine Urne wurde am 10. Oktober 1947 auf unserem Trinitatisfriedhof bestattet.

Nachfahren aus der Familie gaben die Grabstelle 1993 an uns als Friedhofsverwaltung zurück. Eine Einebnung erfolgte auf Grund der bedeutenden Persönlichkeit jedoch nicht. Auf Grund aus Ermangelung an finanziellen Mitteln verwahrloste die Grabstelle immer mehr, die Nadelgehölze wurden viel zu groß, verdrückten den Einfassung und die Inschriftenplatte.

Wir danken den Beirätinnen und Beiräten des Stadtbezirksamtes Dresden-Altstadt, das die Grabstelle bekannten Bildhauers wieder instand gesetzt werden konnten und somit auch nachfolgenden Generationen erhalten bleibt.

Titelbild Foerderprojekt Spendenaufruf

Eingänge sind Übergänge – Ein Spendenaufruf für unser aktuelles Vorhaben

Aktueller Spendenstand / 29.05.2024
Wir sind dankbar, dass wir inzwischen schon 6.887 € als Spenden einnehmen konnten. Bitte unterstützen Sie uns weiterhin!

Der mittlere Eingang unseres Trinitatisfriedhofs inspirierte C. D. Friedrich zu dem 1825 entstandenen Bild „Der Friedhof“.

Dieses monumentale Tor mit den beiden Sandsteinpfeilern entstand in der Zeit der Widmung unseres Friedhofs um 1816/1818 und ist in seiner Gestaltung und Ausführung einzigartig. Es geht auf die Entwürfe des berühmten Baumeisters Gottlob Friedrich Thormeyer (1775–1842) zurück.

Auf der Vorderseite der Pfeilerverdachungen findet man jeweils einen Schmetterling. Er ist die Verkörperung der Verwandlung und steht symbolisch für die aufstrebende Seele. Nach der Wandlung von der Raupe zum Schmetterling kann dieser sich frei durch die Luft zum Himmel bewegen. Schon früh wurde deshalb der Schmetterling als Symbol für Tod, Wiedergeburt und Unsterblichkeit verwendet.

Tor Cdf Trinitatisfriedhof

Leider ist unser markantes Eingangstor nach über 200 Jahren stark in die Jahre gekommen, die Torflügel sind korrodiert, Zierrat u. a. Blüten sind bereits verloren gegangen, der Schlosskasten selbst ist stark ausgeschlagen.
Die sich anschließenden Zaunfelder rechts und links sind ebenfalls korrodiert und haben zu großen Schäden an dem Zaunsockel aus Sandstein geführt.
Ein Ausbau des Tores und der Zaunfelder für die metallrestauratorischen Arbeiten sind zwingend erforderlich. Danach können auch die notwendigen Arbeiten an dem Zaunsockel erfolgen.

Ein weiteres markantes Tor ist das an unserer Feierhalle mit dem Begegnungszentrum. Zwei monumentale Sandsteinsäulen mit den Sternen in der Verdachung tragen ebenfalls zwei mächtige Torflügel. Diese erhielten bereits in den 1990er Jahren eine erste Korrosionsschutzbehandlung. Eine Auffrischung ist dringend notwendig.

Wir möchten diese beiden markanten Tore unseres Friedhofs im nächsten Jahr mit Hilfe von Fördermitteln restaurieren lassen. Dafür benötigen wir mindestens 15.000 € Eigenmittel bei Gesamtkosten in Höhe von knapp 97.000 €, – eine große Herausforderung!

Wir nehmen uns dieser Aufgabe gern an und möchten versuchen, in diesem ereignisreichen Jahr diese Eigenmittel mit Hilfe von Spenden einzuwerben.

Sie möchten uns bei diesem Vorhaben unterstützen? Wir freuen uns über jede Spende und stellen ab einer Höhe von 50 € selbstverständlich eine Spendenquittung aus. Bitte geben Sie dazu bei der Überweisung Ihre Adresse an.

Bank: LKG Bank für Kirche und Diakonie
BIC: GENODED1DKD
IBAN: DE50 3506 0190 1602 4000 14
Verwendungszweck: Friedhofseingang CDFriedrich

Vielen Dank!
Reissiger

Grabstelle von Carl Gottlieb Reißiger

Die Grabstelle von Carl Gottlieb Reißiger, einer der bedeutendsten Musikerpersönlichkeiten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert, gehört zu den personengeschichtlichen absolut erhaltenswerten Grabstellen auf unserem Ev.-Luth. Trinitatisfriedhof.

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Angehörige, welche sich um den Erhalt der Grabstelle bemühen gibt es schon seit vielen Jahrzehnten nicht mehr. Die Kosten für die Grabpflege selbst übernimmt das Amt für Stadtgrün und Abfallwirtschaft auf der Grundlage eines Stadtratsbeschlusses zur Erhaltung Gräber bekannter Persönlichkeiten.

In den letzten Jahren verschlimmerten sich die Schäden am Grabmal immer weiter, die starke Oberflächenverwitterung führte zur Unlesbarkeit der Inschriften. Dem Marmorgrabkreuz drohte die Abnahme, der korrodierte Dübel hatte bereits starke Risse am Kreuzsockel verursacht.

Der Friedhofsverwaltung gelang es nun in Zusammenarbeit mit der Carl-Gottlob-Reißiger Stiftung und der Reißiger-Gesellschaft aus Bad Belzig das Grabmal restaurieren zu lassen. Beiden Reißiger Institutionen war es gelungen über Spenden und einem Benefizkonzert die Eigenmittel für die Beantragung der Fördermittel zu akquirieren. Die Restaurierungsarbeiten konnten im August dieses Jahres fertiggestellt werden.

Wir als Friedhofsverwaltung freuen uns sehr, dass es Mithilfe der Carl-Gottlob-Reißiger Stiftung und der Reißiger-Gesellschaft gelungen ist die Grabstelle zu bewahren, so dass sie für nachfolgende Generationen erlebbar bleibt.

Weitere Informationen:

Carl Gottlieb Reißiger gehörte zu den bedeutenden Musikerpersönlichkeiten in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Er wurde am 31. Januar 1798 im damals sächsischen Belzig (heute Bad Belzig, Land Brandenburg) als Sohn des Kantors Christian Gottlieb Reißiger geboren. Seinen ersten musikalischen Unterricht erhielt er vom Vater. Als Dreizehnjähriger kam er nach Leipzig zu den Thomanern. Dort ermöglichte ihm das Amt des Präfekten, seine eigenen Kompositionen in der Thomaskirche aufzuführen.

Nach Abschluss seiner Musikstudien in Leipzig, Wien und München unternahm er eine Bildungsreise nach Belgien, Frankreich und Italien. Ende 1826 wurde er als Königlicher Kapellmeister nach Dresden gerufen. Im Jahre 1828 trat er die Nachfolge von Carl Maria von Weber an und wurde 1851 offiziell zum Hofkapellmeister berufen. Seine Hauptwirkungsstätten waren somit die Hofoper und die Hofkirche. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Tode am 7. November 1859.

Sein kompositorisches Schaffen umfasst ca. 600 Werke, darunter 10 Opern, sechs Festspielmusiken, vier Schauspielmusiken, eine Sinfonie, zahlreiche Instrumentalwerke (u. a. 26 Klaviertrios und sechs Violinsonaten) sowie Lieder und Gesänge. Zum umfangreichen kirchenmusikalischen Werk, das Reißiger im Auftrag des sächsischen Königshauses schuf, gehören 13 Messen, 11 Psalmvertonungen, vier Motetten, ein Magnificat, ein Requiem und als größtes Werk das Oratorium „David“ in zwei Teilen nach Worten der Heiligen Schrift.

Nach Reißigers Tod geriet sein Werk weitgehend in Vergessenheit, vor allem die Kirchenmusik, da diese Auftragswerke Eigentum des Hofes waren und nicht veröffentlicht wurden.

In den 1980-er Jahren begann die Kirchenmusikerin Thea Labes (1937 – 2011), die in Reißigers Geburtshaus in Belzig lebte und als Kantorin wirkte, sich für dessen kirchenmusikalisches Werk zu interessieren und entdeckte in der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek zahlreiche Originale seiner Kompositionen. Sie schrieb unter Mithilfe enger Freunde Note für Note für jede Instrumental- und Gesangsstimme in mühevoller Kleinarbeit von den auf Mikrofilm festgehaltenen Partituren Reißigers ab – von heutigen digitalen Möglichkeiten war man (zumal in der DDR) weit entfernt – und brachte diese wunderschönen romantischen Werke erstmals zur Wiederaufführung, so im Jahr 1984 die Missa solemnis und 1987 das Oratorium „David“. Diese und weitere Werke fanden in der Folge durch gedruckte Ausgaben zunehmende Verbreitung.

Thea Labes machte sich Reißigers Kirchenmusik zur Lebensaufgabe, gründete einen Projektchor und errichtete 2007 die Carl-Gottlieb-Reißiger-Stiftung, die seither im Rahmen ihrer Möglichkeiten Projekte der Bewahrung, Neuentdeckung und Verbreitung von Reißigers musikalischem Erbe fördert. Im Geburtshaus des Komponisten in Bad Belzig hat die Stiftung einen Gedenkort für Reißiger und seine Wiederentdeckerin errichtet.

www.reissiger-stiftung.de

Spendenbox Thalia

Spenden fürs Begegnungszentrum

Schon seit vielen Jahren engagiert sich das Unternehmen Thalia Deutschland GmbH & Co. KG im Bereich Leseförderung, Lernpatenschaften und unterstützt zahlreiche Initiativen mit finanziellen Mitteln. Aus dem Thalia KultKlub generiert das Unternehmen jährlich mehrere Tausend Euro, die landesweit sowie regional gemeinnützigen Projekten zugutekommen.

Für das Jahr 2023 haben sich die Dresdner Thalia-Buchhandlungen unsere Begegnungszentrum auf dem Trinitatisfriedhof ausgewählt. Wir haben uns darüber wirklich sehr gefreut. Auch in unserem Begegnungszentrum möchten wir perspektivisch das Lesen fördern und eine kleine Bibliothek und ein Büchertauschregal anbieten.

Am Donnerstag, den 20.4.2023 konnten wir unsere fünf Spendenhäuschen in der Thalia-Filiale am Dr. Külz-Ring aufstellen und mit unseren Flyern bestücken. Für ein Jahr werden nun Spenden für unser Vorhaben gesammelt. Wir sind gespannt!

https://www.thalia.de/vorteile/club/club-spende

Baumpatenschaften Trinitatisfriedhof Beitrag

Baumpflanzungen auf dem Trinitatisfriedhof

Unser Trinitatisfriedhof ist Dresdens fünftgrößter Friedhof und ist auf Grund seiner künstlerischen Gestaltung sowohl stadtgeschichtlich als auch kulturhistorisch bedeutend. Durch den letzten besonders trockenen Sommer waren auf unserem Trinitatisfriedhof sieben Baumfällungen notwendig, darunter leider zahlreiche Birken.

Gleich zu Beginn des neuen Jahres haben wir durch die Firma Baumdienst Funke auf unserem Trinitatisfriedhof zwölf neue Bäume pflanzen lassen. Dabei handelt es sich unter anderem um Kastanien, Zieräpfel, Baumhaseln und Eschenahörner mit einem Stammumfang von 15 Zentimetern. Somit möchten wir die entstandenen Lücken wieder schließen.


Sie wollen uns bei der Nachpflanzung von Bäumen oder deren Pflege auf unserem Friedhof unterstützen? Wir freuen uns über jede Spende um weitere Bäume pflanzen zu können, gern können Sie auch die Pflegepatenschaft für 50 € pro Jahr für einen Baum übernehmen.

Wenden Sie sich gern an uns unter 0351/ 25 02 04 80 oder info@johannisfriedhof-dresden.de

Mehr zum Thema Baumpatenschaften erfahren Sie hier.


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Gießkannen für den Trinitatisfriedhof

Über viele Jahre haben wir Jahr für Jahr neue Gießkannen für unseren Friedhof erworben um den Angehörigen und Besuchern unseres Friedhofs die Grabpflege zu erleichtern. Zum Saisonende mit dem Abstellen des Wassers Ende November sammeln wir die Gießkannen wieder ein, damit diese im Winter keinen Schaden nehmen. Leider mussten und müssen wir feststellen, dass immer wieder Gießkannen gestohlen werden Jahr für Jahr.

2021 beantragten wir deshalb beim Stadtbezirksamt Dresden Altstadt Fördermittel für die Anschaffung von zwei Gießkannenständern mit Pfandsystem. Die Gießkannen können sich für einen Pfand in Höhe von 2 Euro ähnlich wie bei einem Einkaufswagen geliehen werden.

Wir haben uns über die Bewilligung der Mittel sehr gefreut und die Gießkannenständer im Frühjahr 2021 aufgestellt.

Ebenfalls konnten wir mit Hilfe von Fördermitteln des Stadtbezirksamtes Dresden Altstadt zwei neue Schaukästen aufstellen, sowie eine neue Wasserstelle.

Gießkannenständer mit Pfandsystem und neue Wasserstelle hinter dem Begegnungszentrum
Neue Schaukästen auf dem Trinitatisfriedhof in der Nähe der Verwaltung
September Nachher

Grabstelle von Marie Simon – die Steinmetzarbeiten sind abgeschlossen

Ende September konnten die Steinmetzarbeiten an der Grabstelle abgeschlossen werden. Wir sind sehr froh, das die Grabstelle nun wieder standsicher ist. Bedanken möchten wir uns bei Stadtbezirksamt Altstadt und beim Deutschen Roten Kreuz Landesverband Sachsen e.V. für die Unterstützung.

Im nächsten Jahr sollen sich nun die restauratorischen Arbeiten anschließen.

Teil 1 der Sanierungsarbeiten finden Sie hier.

Titelbild

Grabstelle von Marie Simon (1824-1877) – eine fast vergessene Vorkämpferin des Roten Kreuzes in Sachsen

Portrait Marie Simon (Quelle: Wikipedia)

Marie Simon widmete sich der Ausbildung von Pflegekräften und baute eine systematische Pflegeausbildung auf. Es ist ihr Verdienst, dass Krankenpflege als Beruf anerkannt und der zukünftigen Pflegekraft ein fundiertes Wissen vermittelt wurde. Ihre Tätigkeit wurde durch mehrere Auszeichnungen der Könige von Sachsen und Preußen sowie des österreichischen Kaisers gewürdigt. Ihr zu Ehren bedachte Königin Carola den Albert-Verein in ihrem Testament mit 20.000 Mark zur Unterstützung mittelloser Patienten. Die Kronprinzessin selbst hatte Marie Simon als einzige Bürgerliche zum Mitglied des Direktoriums des Albertvereins nach dem Ende des Deutschen Krieges berufen.

Quelle: Berliner Pflegekonferenz – Marie Simon Pflegepreis (berliner-pflegekonferenz.de)

Leider geriet die Begräbnisstätte von Marie Simon über die Jahre in Vergessenheit, obwohl doch die Thematik Pflege präsenter ist als je zuvor. Das einst mondäne Grabdenkmal der Grabstelle auf unserem Trinitatisfriedhof verfiel immer mehr, es gibt keine Nachkommen mehr, welche sich um deren Erhalt kümmern.

Der Marie Simon Preis, welcher jährlich an innovative und kreative Pflegeprojekte in der Praxis verliehen wird, hält heute noch die Erinnerung an sie wach.

Inschrift auf dem Grabmal (Foto wurde bearbeitet, um die Inschrift besser sichtbar zu machen)

Der DRK-Kreisverband Dresden e.V. und der DRK-Landesverband Sachsen e.V. haben es sich nun zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an Marie Simon und ihr Wirken für das Rote Kreuz in Sachsen aufzuarbeiten und ihr Grab bis zu ihrem 200. Geburtstag im Jahr 2024 wieder gebürtig erscheinen zu lassen.

Wir als Friedhofsverwaltung unterstützen dieses wichtige Projekt um die Erinnerung an Marie Simon wach zu halten. Wir schrieben die notwendigen restauratorischen Arbeiten und Steinmetzarbeiten am Grabdenkmal in Abstimmung mit dem Amt für Kultur- und Denkmalschutz aus und beantragten erst einmal Fördermittel für die dringend notwendigen Steinmetzarbeiten beim Stadtbezirksamt Dresden Altstadt. Wir hatten großes Glück, im März 2021 erhielten wir die Förderzusage über 7.000,00 €, die Eigenmittel in Höhe von 4.000,00 € bringen der DRK-Kreisverband Dresden e.V. und der DRK-Landesverband Sachsen e.V. auf.

Im Mai begannen die ersten Arbeiten und es erfolgte der Rückbau des Grabdenkmals bis auf den Sockel. Der Bewuchs und Unrat, welcher sich zwischen Friedhofsmauer und Grabmal befand wurde entfernt. Einige Grabmalteile aus Sandstein wurden in der Steinmetzwerkstatt neu gefertigt, da die Originalbauteile sehr stark verwittert waren und nicht wieder verwendet werden konnten.

Im August konnte mit dem Wiederaufbau begonnen werden, welcher nun kurz vor dem Abschluss steht.