
Frauenschicksale – Erinnerung und Begegnung
11. Oktober | 14:00 – 16:00

Friedhöfe erzählen nicht nur von Lebensfreude und Erfolg, sondern auch von Schicksalen, die von Leid, Diskriminierung oder tragischen Umständen geprägt waren.
In dieser Führung widmen wir uns Frauen wie Grete Beier (1885–1908), Tochter eines Bürgermeisters, die durch tragische Entscheidungen in den Blick der Öffentlichkeit geriet und 1908 im Königreich Sachsen als letzte Frau öffentlich hingerichtet wurde, und Helene von Gersdorff (1923–1943), eine junge Frau mit körperlichen und geistigen
Beeinträchtigungen, die 1943 im Rahmen des nationalsozialistischen „Euthanasie“- Programms ermordet wurde.
Manche Frauen sind nur durch Gedenkinschriften bekannt, weil sie nicht bestattet werden konnten.
Die Führung lädt dazu ein, einfühlsam zuzuhören, die oft vergessenen Lebenswege wieder sichtbar zu machen und Erinnerung, Respekt und Mitgefühl in den Mittelpunkt zu stellen.
Eine Führung mit Heike Richter und Annegret Michel.
Dauer ca. 90 Minuten
Die Veranstaltungen werden ehrenamtlich organisiert und sind kostenfrei.
Um Spenden für unser Förderprojekt wird ausdrücklich gebeten.
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Foto: Alexandra von Gersdorff mit ihrem Sohn Kolja am Grab ihrer Schwester Helene im Jahre 2020 – Foto: Beatrice Teichmann