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Frauen sichtbar machen

Internationaler Frauentag auf dem Johannisfriedhof Dresden

Ein Friedhof kann mehr sein als ein Ort der Erinnerung. Er kann Geschichten erzählen. Er kann inspirieren. Und er kann Frauen sichtbar machen, die diese Stadt geprägt haben.

Am Sonntag, 8. März, um 15 Uhr feiern wir auf dem Johannisfriedhof Dresden den Internationalen Frauentag – mit einem besonderen Moment: Wir veröffentlichen einen neuen Friedhofsplan, der die Ruhestätten von Frauen zeigt, die seit 1881 hier bestattet wurden.

Über 200 Stunden Engagement. Ein gemeinsames Ziel.

Ein Jahr lang haben mehr fünf engagierte Frauen aus dem Freundeskreis Trinitatis- und Johannisfriedhof recherchiert, nachgefragt, Archive durchforstet und Biografien lebendig gemacht. Dabei wurden bekannte Persönlichkeiten ebenso entdeckt wie Frauen, deren Wirken fast in Vergessenheit geraten wäre.

Aus dieser beeindruckenden ehrenamtlichen Arbeit ist ein neuer Friedhofsplan entstanden! Er lädt dazu ein, über den Friedhof zu gehen und dabei Geschichte neu zu entdecken.

Unser Jahresmotto, ein Zitat von Christa Wolf, bringt es auf den Punkt:

„Was nicht erinnert wird, kann nicht weiterleben.“

Und genau darum geht es: erinnern, sichtbar machen, weiterdenken.

Musik, Begegnung, Austausch

Nach der Vorstellung des Plans wird es klangvoll: Der Frauenchor Vokallüren sorgt mit Gospel, Weltmusik, Jazz und Soul für Gänsehautmomente und Energie zum Internationalen Frauentag.

Im Anschluss laden wir herzlich ein zu Begegnung und Gespräch bei Kaffee und Kuchen. Raum für Austausch, neue Ideen und gemeinsames Weiterdenken.

Und es geht weiter …

Der 8. März ist erst der Anfang. Weitere Rundgänge, Vorträge und Veranstaltungen folgen im Laufe des Jahres. Alle Termine finden sich im neuen Programmheft und auf unserer Website.

Die Veranstaltung wird finanziell unterstützt vom Stadtbezirksamt Blasewitz.

Kommt vorbei, bringt Freundinnen, Familie, Nachbarinnen und Neugier mit.
Lasst uns gemeinsam Geschichte sichtbar machen.

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Frauenschicksale – Erinnerung und Begegnung

11. Oktober | 14:00 16:00

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Friedhöfe erzählen nicht nur von Lebensfreude und Erfolg, sondern auch von Schicksalen, die von Leid, Diskriminierung oder tragischen Umständen geprägt waren.

In dieser Führung widmen wir uns Frauen wie Grete Beier (1885–1908), Tochter eines Bürgermeisters, die durch tragische Entscheidungen in den Blick der Öffentlichkeit geriet und 1908 im Königreich Sachsen als letzte Frau öffentlich hingerichtet wurde, und Helene von Gersdorff (1923–1943), eine junge Frau mit körperlichen und geistigen
Beeinträchtigungen, die 1943 im Rahmen des nationalsozialistischen „Euthanasie“- Programms ermordet wurde.
Manche Frauen sind nur durch Gedenkinschriften bekannt, weil sie nicht bestattet werden konnten.

Die Führung lädt dazu ein, einfühlsam zuzuhören, die oft vergessenen Lebenswege wieder sichtbar zu machen und Erinnerung, Respekt und Mitgefühl in den Mittelpunkt zu stellen.

Eine Führung mit Heike Richter und Annegret Michel.

Dauer ca. 90 Minuten

Die Veranstaltungen werden ehrenamtlich organisiert und sind kostenfrei.
Um Spenden für unser Förderprojekt wird ausdrücklich gebeten.



Foto: Alexandra von Gersdorff mit ihrem Sohn Kolja am Grab ihrer Schwester Helene im Jahre 2020 – Foto: Beatrice Teichmann

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Grabskulpturen von Bildhauerinnen

20. September | 16:00 17:00

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Entdecken Sie beeindruckende Grabskulpturen, die von Bildhauerinnen geschaffen wurden – viele ihrer Werke sind heute kaum noch bekannt, ihre künstlerische Qualität aber unübersehbar.

Bei diesem Rundgang lernen Sie u. a. Arbeiten von Julie Emilie Genthe (1869–1938) und Susanne Wagner-Teichen (um 1877–1930) kennen. Andreas Dehmer erläutert die Besonderheiten der Skulpturen und gibt Einblicke in die Lebens- und Arbeitswelten dieser Künstlerinnen.

Ein Spaziergang, der die oft vergessenen Leistungen von Frauen in der Bildhauerei sichtbar macht und zu neuen Entdeckungen auf den Friedhöfen einlädt.

Mit Dr. Andreas Dehmer (Staatliche Kunstsammlungen Dresden) und Beatrice Teichmann (Friedhofsverwaltung).

Dauer ca. 60 Minuten

Die Veranstaltungen werden ehrenamtlich organisiert und sind kostenfrei.
Um Spenden für unser Förderprojekt wird ausdrücklich gebeten.

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„Lieblingsbeschäftigung: Grabmalskunst“

20. September | 14:00 15:00

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Jenny von Bary-Doussin (1874–1922) war eine deutsche Bildhauerin der späten Kaiserzeit und der Weimarer Republik. Ihr Werk umfasst Grabplastiken, Porträtskulpturen sowie verschiedene Auftragsarbeiten für städtische und private Auftraggeber.

Sie war bekannt für ihre virtuose Kunstfertigkeit, einfühlsames Erfassen und die harmonische Verbindung von Symbolik und figürlicher Darstellung.

Auf dem Johannisfriedhof befindet sich die von Jenny von Bary-Doussin gestaltete Grabplastik der Familie König. Hier sind Paul König, bekannt als Malzkönig, und seine Tochter Paula König, die sich als Mäzenin der Dresdner Kunst hervortat, bestattet.

In seinem Vortrag stellt Dr. Andreas Dehmer (Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden) das Leben und künstlerische Schaffen von Jenny von Bary-Doussin vor und erläutert die Grabplastik der König-Familie im historischen und künstlerischen Kontext. Dabei wird deutlich, wie die Bildhauerin die Tradition der Grabplastik aufnahm und zugleich eigene, moderne Akzente setzte.

Der Vortrag bietet fundierte Einblicke in die bemerkenswerte Karriere einer Künstlerin, deren Werke auf Friedhöfen und in Museen Zeugnis ablegen von Können, Stilbewusstsein sowie der Stellung von Frauen in der Bildhauerei der frühen Moderne.

Dauer ca. 30 Minuten

Im Anschluss ist Zeit für den Austausch bei Kaffee und frisch gebackenem Kuchen.

Veranstaltung07

„Was ich Dir schrieb, es kommt alles aus dem Herzen…“

30. August | 16:00 17:00

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Ein musikalisch-literarisches Programm aus Briefen von Müttern an ihre Kinder.

Mütterbriefe sind kleine Wunder: sie öffnen Türen zu tiefen Gefühlen, ehrlicher Liebe und großer Verbundenheit. In diesem Programm lassen wir Frauen aus verschiedenen Jahrhunderten zu Wort kommen – ihre Freude, ihre Sorgen, ihre Hoffnungen und ihre Lebensgeschichten.

Rezitiert werden berührende Briefe von Johanna Schopenhauer, Elisabeth Goethe, Clara Schumann, Käthe Kollwitz und Astrid Lindgren sowie Gedichte von Mascha Kaléko. Die Schauspielerin Anna-Katharina Muck gibt den Texten Stimme und macht spürbar, wie die Frauen ihren Kindern und Enkeln ein Stück ihres Alltags, ihrer
Gedanken und ihrer Liebe übermitteln.

Die Texte werden kunstvoll mit der Musik von Johann Sebastian Bach verwoben und vertieft, gespielt von Claudia Pätzold am Cembalo und Annekathrin Rammelt an der Violine.

So entsteht ein Nachmittag voller Nähe, Emotionen und Geschichten, der Mütter und Kinder, Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet.

Dauer ca. 45 Minuten

Die Veranstaltungen werden ehrenamtlich organisiert und sind kostenfrei.
Um Spenden für unser Förderprojekt wird ausdrücklich gebeten.



Foto: v. l. Claudia Pätzold, Anna-Katharina Muck, Annekathrin Rammelt – Foto: Jan Bollrich

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Nachhall – Stimmen, die bleiben

31. Mai | 14:00 16:00

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Auf dem Johannisfriedhof ruhen viele berühmte Sängerinnen, darunter die international gefeierte Marcella Sembrich (1858–1935), die Dresdner Sopranistin Margarethe Siems (1879–1952) und die Konzertsängerin Margrit Döhren (1896–1969). Auf dieser Führung tauchen wir ein in ihre Lebensgeschichten und erfahren Spannendes über
ihre Karrieren.

Die Führung wird musikalisch begleitet: Gretel Wittenburg (Gesang), Elke Jahn (Gitarre) und Annekathrin Rammelt (Violine) lassen die Stimmen der Sängerinnen wieder erklingen und bringen ihre Musik zurück in die Gegenwart. So verbinden sich Biografisches, Erinnerung und die besondere Atmosphäre des Friedhofs zu einem einzigartigen
Erlebnis.

Ein Spaziergang für alle, die Geschichte hören, entdecken und erleben möchten – Stimmen, die bleiben, im wahrsten Sinne des Wortes.

Dauer ca. 90 Minuten

Die Veranstaltungen werden ehrenamtlich organisiert und sind kostenfrei.
Um Spenden für unser Förderprojekt wird ausdrücklich gebeten.



Foto: v. l. Gretel Wittenburg, Annekathrin Rammelt, Elke Jahn – Foto: Ilka Meffert

Verwaltung des Elias-, Trinitatis- und Johannisfriedhofs zu Dresden

Johannisfriedhof Feierhalle (Wallotkapelle)

Wehlener Straße 13
Dresden, Sachsen 01279 Deutschland
Google Karte anzeigen
Veranstaltung05

Wiederentdeckt: Lebensgeschichten schreibender Frauen

3. Mai | 14:00 16:00

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Wer hat im 19. Jahrhundert in Dresden geschrieben – und wessen Werke sind heute fast vergessen?

Auf dieser Führung folgen wir den Spuren von Frauen, die sich in unterschiedlicher Weise dem Wort gewidmet haben.
Wir lernen Schriftstellerinnen, Übersetzerinnen und Herausgeberinnen kennen und bekommen Einblicke in ihr Leben und ihre Zeit.

Die Sprecherin und Sängerin Claudia Gräf leiht ihnen ihre Stimme und liest ausgewählte Texte direkt an ihren Ruhestätten auf dem Johannisfriedhof.

Ein spannender Spaziergang voller Entdeckungen, bei dem Literatur, Biografie und Erinnerung auf besondere Weise zusammenkommen.

Dauer ca. 90 Minuten

Die Veranstaltungen werden ehrenamtlich organisiert und sind kostenfrei.
Um Spenden für unser Förderprojekt wird ausdrücklich gebeten.

Veranstaltung03

Dresdner Malerinnen um 1900

22. März | 11:00 13:00

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Bei dieser Führung begeben wir uns auf Spurensuche nach Malerinnen, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert in Dresden gelebt und gearbeitet haben. Über ihr Wirken und ihre Werke ist nur wenig bekannt, und viele Namen sind lange im Schatten geblieben.

Wir besuchen die Ruhestätten dieser Künstlerinnen auf dem Johannisfriedhof und entdecken, was über ihre Biografien – persönlich wie beruflich – noch erzählt werden kann. Die Führung lädt dazu ein, Geschichte sichtbar zu machen und die Frauen hinter den Bildern neu kennenzulernen.

Kommen Sie mit auf einen spannenden Spaziergang zwischen Kunst, Erinnerung und Entdeckung mit Dr. Andreas Dehmer und Beatrice Teichmann.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden.
Dauer ca. 60 – 90 Minuten

Die Veranstaltungen werden ehrenamtlich organisiert und sind kostenfrei.
Um Spenden für unser Förderprojekt wird ausdrücklich gebeten.



Ausstellungshinweis:
„Paula Modersohn-Becker und Edvard Munch. Die großen Fragen des Lebens“
Albertinum, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Februar bis 31. Mai 2026

Veranstaltung01a

Bekannte und unbekannte Frauen auf dem Johannisfriedhof – eine Spurensuche

8. März | 15:00 17:00

Veranstaltung01a

Feierhalle

15:00 Uhr Präsentation des neuen Friedhofsplanes „Frauen sichtbar machen – Eine Spurensuche zu Frauengräbern auf dem Johannisfriedhof“

Nach langer und intensiver Recherche konnten über 100 Frauen entdeckt werden, die seit 1881 auf dem Johannisfriedhof bestattet wurden – bekannte Persönlichkeiten ebenso wie Frauen, deren Geschichten bislang kaum erzählt wurden.

In dem Plan lassen sich Frauen finden, die in den unterschiedlichsten Bereichen gewirkt haben: als Malerinnen, Schriftstellerinnen, Sängerinnen, Ärztinnen, Architektinnen oder Bildhauerinnen.

Konzert der Vokallüren

Die über 30 Sängerinnen der Vokallüren präsentieren ein abwechslungsreiches Programm von Pop über Gospel, Weltmusik bis hin zu Jazz und Soul. In mehrstimmigen Arrangements interpretieren sie bekannte deutschsprachige und internationale Klassiker.

Im Anschluss Austausch bei Kaffee, Tee und frisch gebackenen Kuchen. Faltblätter und Broschüren zu unseren Friedhöfen sowie der Gottesackerhonig vom Johannisfriedhof können hier erworben werden.

Die Veranstaltungen werden ehrenamtlich organisiert und sind kostenfrei.
Um Spenden für unsere Förderprojekt wird ausdrücklich gebeten.

Verwaltung des Elias-, Trinitatis- und Johannisfriedhofs zu Dresden

Johannisfriedhof Feierhalle (Wallotkapelle)

Wehlener Straße 13
Dresden, Sachsen 01279 Deutschland
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Veranstaltung01a

Bekannte und unbekannte Frauen auf dem Johannisfriedhof – eine Spurensuche

8. März | 15:00 17:00

Veranstaltung01a

Feierhalle

15:00 Uhr Präsentation des neuen Friedhofsplanes „Frauen sichtbar machen – Eine Spurensuche zu Frauengräbern auf dem Johannisfriedhof“

Nach langer und intensiver Recherche konnten über 100 Frauen entdeckt werden, die seit 1881 auf dem Johannisfriedhof bestattet wurden – bekannte Persönlichkeiten ebenso wie Frauen, deren Geschichten bislang kaum erzählt wurden.

In dem Plan lassen sich Frauen finden, die in den unterschiedlichsten Bereichen gewirkt haben: als Malerinnen, Schriftstellerinnen, Sängerinnen, Ärztinnen, Architektinnen oder Bildhauerinnen.

Konzert der Vokallüren

Die über 30 Sängerinnen der Vokallüren präsentieren ein abwechslungsreiches Programm von Pop über Gospel, Weltmusik bis hin zu Jazz und Soul. In mehrstimmigen Arrangements interpretieren sie bekannte deutschsprachige und internationale Klassiker.

Im Anschluss Austausch bei Kaffee, Tee und frisch gebackenen Kuchen. Faltblätter und Broschüren zu unseren Friedhöfen sowie der Gottesackerhonig vom Johannisfriedhof können hier erworben werden.

Die Veranstaltungen werden ehrenamtlich organisiert und sind kostenfrei.
Um Spenden für unsere Förderprojekt wird ausdrücklich gebeten.

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